Geschichte

Am 7. April 1935 entstand durch den Zusammenschluss von 26 Grabelandnutzern, überwiegend Bewohner der angrenzenden Zinkhüttenwohnhäuser, der Kleingartenverein Schwarzer Kamp. An der Gründungsversammlung in der Gaststätte Jakobs nahmen u.a. teil: die Herren Tönnes, Kühling, Spill, Srajek, Ross. Marquart, Pichelik, Nau, Bräutigam, Strowitzki, Majohr, Felithan, Heinrichs, Splittgerber, Stachorra, Jarezewski, Vogel, Waskowiak, Marienfeld, Fischer, Schlüter, Reinhard, Kowalski, Wienefeld und Ulrich.

Die erste Satzung unseres Vereins trat am 6. September 1935 in Kraft. Der erste Vorstand wurde am 28.12.1935 ebenfalls in der Gaststätte Jakobs gewählt. Ihm sollten bis heute nur 11 weitere Vorsitzende folgen, denn damals gab es nur den einen Vorsitzenden, Hannes Tönnes.

Den Vorstand in der heutigen Form mit vier Personen gibt es erst seit dem 2. April 1946. Die Aufbauzeit der Anlage wurde geprägt durch die Umgestaltung der Grabelandgärten, wild und ungeordnet, in geplante und geordnete Gärten nach Vorgabe des Stadtverbandes. Diese sogenannte Neuordnung von 1935 hat heute noch Gültigkeit: Parzellen von 200 bis 240 Quadratmetern Größe. Nur die Bepflanzung der Einfriedung aller Gärten wechselte je nach Vorgabe des Verbandes von Ligusterhecken bis hin zu Jägerzaun mit Rosenbeet.

Ligusterhecken umgaben die gesamte Anlage schon ab den Gründerjahren und begrenzten sie zu den Nachbargrundstücken. Dies ist bis heute noch so. 2 Meter breite Wege durchziehen seit der Gründung die Anlage, früher mit Bruchsteinen und Packlage, heute mit Teerbelag und Teilweise seit 2013 mit Pflastersteinen.

In den 30er Jahren vor dem alten Vereinsheim (v. links): W. Matzdorf, Alfred Jost, Josef Borgmann, Paul Grüttner und Heinrich Neuhaus ( der Herr mit dem Rücken zur Kamera war nicht mehr zu ermitteln).

In den 30er Jahren vor dem alten Vereinsheim (v. links): W. Matzdorf, Alfred Jost, Josef Borgmann, Paul Grüttner und Heinrich Neuhaus ( der Herr mit dem Rücken zur Kamera war nicht mehr zu ermitteln).

Wasserleitungen mit Sammelbecken für Gießwasser wurden schon vor dem Krieg errichtet. Es vergingen aber fast 40 Jahre, bis die Wasserleitungen bis in die Lauben verlegt war.

Das Vereinsheim in den 30er Jahren, aus einem alten Pferde- bzw. Kuhstall entstanden, machte seitdem eine wechselvolle Geschichte mit: von dem Versammlungssaal der Gründungsmitglieder über Veranstalltungshalle mit Theaterbühne bis hin zur gemütlichen Gaststätte. Heute wird das Vereinsheim wegen Pächtermangel für Feiern jeder Art vermietet.

Es war und ist immer ein Haus für tolle Feste, von der Hochzeitsfeier von Gartenmitglieder über Taufen, Karnevalsveranstaltungen, Sommerfesten, Kinderfesten, Jugendveranstaltungen mit Bühnenaufführungen bis hin zur Trauerfeier.

Der Bau des Jugendheimes, mit einem großen Fest mit Grundsteinlegung eingeweiht, stellte 1954 einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar, denn es war das erste seiner Art in der Kleingartengeschichte Deutschlands. Hier konnte die Jugendgruppe des Vereins proben und hatte ihre eigene Versammlungsmöglichkeit außerhalb der Gaststätte. Die bereits seit dem 3. September bestehende Schießgruppe fand hier ebenso einen festen Platz.

Ulla Borgmann mit ihrer damaligen Kindergruppe

Ulla Borgmann mit ihrer damaligen Kindergruppe

 

Umgestaltungen von Bühne, Küche, Tresen, Toiletten, Fenstern, Terrasse, Heizung und Dach waren ein Spiegelbild des jeweils amtierenden Gesamtvorstandes. Immer gab es Leute mit einem besonderen Geschick für Organisation, denn Geld hatte der Verein in all den Jahren noch nie.

So müssen immer wieder neue Ideen die Anlage jung erhalten, alte Zöpfe abgeschnitten und auch mal Gärten in ungünstiger Lage umgestaltet werden, wie das Beispiel unserer Kompostanlage zeigt.

Es gab immer Sponsoren, bewusst oder unbewusst, die dem Verein weiter halfen. So waren Stromleitungen, zunächst als Überlandleitungen zum Vereinsheim, später als Erdverkabelung zu den einzelnen Gartenlauben, oder auch die schon erwähnten Wasserleitungen überhaupt erst möglich.

Unser festlich geschmücktes Vereinsheim, in Erwartung der Gäste zum Gartenfest 2004.

Unser festlich geschmücktes Vereinsheim, in Erwartung der Gäste zum Gartenfest 2004.

Wir haben aber auch weniger schöne Seiten des Kleingartenwesens erlebt: herbe Rückschläge, die die Arbeit von Jahren in einer Nacht vernichteten.

Aber bei allen Rückblicken dürfen wir die vielen Helfer der Vorstände nicht vergessen, die Mitglieder, die es überhaupt ermöglicht haben und die auch in Zukunft hoffentlich unsere Anlage erhalten und, attraktiv für neue Mitglieder, gestalten und mit ihren Ideen und Organisationstalenten viele neue Dinge ermöglichen.

Gut Grün